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Timeline C4


Bereits im Frühjahr 1983  vorgestellt, kam die C4  jedoch erst mit dem Modelljahr 1984 zu den Händlern. Der späte Serienstart im März 1983 ließ die C4 gleich mit dem Modelljahr 1984 starten.

Die C4 erhielt eine neue klare Linienführung und hatte dadurch einen cw-Wert von nur 0,34, der besonders auf der sehr flach stehenden Frontscheibe beruhte. Insgesamt geriet die Corvette C4 etwas kürzer als die  C3, wuchs aber in der Breite auf 1,80 Meter. Mit einer Höhe von nur 1,19 Metern war sie tiefer als alle Corvetten zuvor. Sie hatte als Coupe ein einteiliges, herausnehmbares Dach. Ab 1986 war ein Convertible lieferbar.


Die bekam ein modernes System mit Einzelradaufhängung und Fünflenker-Hinterachse. Für die Entwicklung der Reifen  wurde mit Goodyear zusammengearbeitet. Es entstanden Reifen, die in Verbindung mit dem Fahrwerk eine Querbeschleunigung ermöglichten, die zuvor mit keinem Serienauto erreicht wurde.

Ab 1985 wurde der noch aus der C3 übernommene L83-Motor mit Crossfire-Einspritzanlage durch den neuen L98-Motor mit TPI-Einspritzung ersetzt mit einer Leistung von 180 kW (245 PS) bei 4.000/min und einem maximalen Drehmoment von 448 Nm bei 3.200/min. 1992 wurde der von dem neue LT1-Motor abgelöst. Die 225 kW (306 PS) bei 5.200/min mit einem maximalen Drehmoment von 451 Nm bei 4.000/min verhalfen der normalen C4 im Vergleich zu anderen Sportwagen jetzt zu ansehnlichen Fahrleistungen. 1996 kam noch der LT4-Motor und leistet 243 kW (330 PS) bei 5.800/min. Er wurde bei allen handgeschalteten Corvetten, inklusive dem Sondermodell Grand Sport, verbaut.

Im Innenraum  wurde anfangs zeigerlose Instrumente, LCD-Anzeigen eingesetzt. Das gesamte Cockpit war futuristisch gestaltet. 1990 wurde der Innenraum renoviert. Es gab ein neues fahrerorientiertes Cockpit  mit wieder überwiegend analogen Instrumenten anstatt mit LCD-Displays.

Im Modelljahr 1991 folgte ein äußerliches Facelift, bei dem Front und Heck deutlich geändert wurden. Die Fahrzeugnase wurde rundlicher und die Lampeneinheiten schienen um die Ecken herumgezogen. Das neue Heck war optisch an die 1989 erschienene ZR-1 angelehnt. Die Heckleuchten waren nun stark gerundete Vierecke.

Die ZR-1

1989 wurde die Hochleistungsvariante der vierten Corvette-Generation, die ZR-1, vorgestellt mit ihrem komplett neu entworfenen LT5 Motor als DOHC-V8-Aluminium-Motor, einer gemeinsamen Neuentwicklung von Lotus und Chevrolet. Dieser Motor mit 32 Ventilen war ausschließlich der ZR-1 vorbehalten. Ihre  Fahrleistungen mit dem zuletzt über 400 PS leistenden Motor lagen im Bereich der Supersportwagen, 0 auf 100 km/h  4,4 Sekunden bei einer Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h. Im letzten Produktionsjahr der C4 1996 wurde diese Ausnahmeerscheinung unter den Corvetten nicht mehr angeboten. Von ihr wurden insgesamt 6939 Stück hergestellt. Das Modell wurde 1996 durch die limitierte „Grand Sport“-Version ersetzt.

Zum Abschied der Modellreihe gab es noch eine Collector Edition. C4 wurde vom März 1983 bis Ende 1996 in einer Stückzahl von 358.180 gebaut, davon 74.651 Cabrios.

Anfang 1997 erschien nach 13 Jahren Bauzeit das Nachfolgemodell Corvette C5.